Die Carix-Anlage

Das neue Wasserwerk der Gemeinde Weingarten besteht aus dem ursprünglichen "alten Wasserwerk" der Gemeinde sowie einem neuen "Erweiterungsbau".
In diesem Erweiterungsbau sind die CARIX®-Wasseraufbereitungsanlage, eine Reinwasserkammer mit ca. 100 m3 Volumen sowie die Netzpumpen untergebracht. Zusätzlich wurde eine neue Energieversorgungsanlage in das Gebäude integriert, die aus drei 20-kV-Schaltfeldern, sowie einem 400-kVA-Transformator besteht. Vorausgegangen war die Planungsphase für das neue Wasserwerk. Nach der Vorstellung der Konzeption und der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens wurde ein wasserrechtliches Genehmigungsverfahren eingeleitet. Die wasserrechtliche Erlaubnis wurde am 06.07.2000 erteilt. Parallel hierzu wurde beim Regierungspräsidium ein Förderantrag auf Erteilung von Zuwendungen gestellt. Dieser Förderantrag wurde mit Zuwendungsbescheid vom 25.07.2000 mit einem Förderungsbetrag von DM 1.812.900,- (entsp. EURO 926.921,-) positiv entschieden.
Direkt anschließend wurden die Ausführungsplanung und die zugehörigen Ausschreibungsunterlagenfertiggestellt. Die Arbeiten für das neue Wasserwerk wurden am 07.10.2000 öffentlich ausgeschriebenund am 09.11.2000 vergeben.
Der 1. Spatenstich für den Neubau des Wasserwerkes erfolgte am 23.11.2000.
Zunächst wurden die Baugrube für das neue Wasserwerk ausgehoben, anschließend eine wasserundurchlässige Bodenplatte mit Auftriebssicherung betoniert. Die Kellerwände wurden anschließendebenfalls aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt. Dies war erforderlich, da durch die vorausgegangene gutachterliche Stellungnahme eines örtlichen geologischen Institutes auf die Notwendigkeit hingewiesen wurde. Anschließend wurde der Rohbau, die Entwässerungsleitungen, die Drainagen sowie die Erdmodellierungen zügig fertiggestellt, so dass das Richtfest bereits am 12.06.2001 gefeiert werden konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt sind ca. 1.800 m3 Erde bewegt, und ca. 650 m3 Beton sowie 45 to Stahl verbaut worden. Mit diesen Arbeiten wurde im Rohbau ein neues Gebäude, mit ca. 5.500 m3 umbauten Raum geschaffen.
Im Anschluss erfolgte der Innenausbau des Wasserwerkes.
Im Sommer 2001 wurde gleichzeitig mit dem Einbau der technischen CARIX®-Anlage begonnen.Die großvolumigen Stahlkessel für die Aufbereitungsanlage waren bereits vor der Montage des Elementdaches mit einem Schwerlastkran eingesetzt worden. Bereits im Herbst 2001 begannen die Arbeiten für die technische Ausrüstung der Netzversorgung. Vorgesehen und eingebaut wurden vier Netzpumpen, die das aufbereitete Trinkwasser aus der Reinwasserkammer in die Förderleitungen zu den Hochbehältern Setz, Sohl und Sallenbusch fördern. Der Hochbehälter Kirchberg wird über den Hochbehälter Setz versorgt.
Die Technik der Anlage wird von einer gemeinsamen speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) kontrolliert. Zusätzlich ist eine Visualisierung des gesamten Wasserwerkes vorhanden. Für den Notfall, also bei Ausfall dieser Technik ist eine Notumfahrung der gesamten CARIX®-Anlage hergestellt worden. Sämtliche Pumpen können daher auch "von Hand" eingeschaltet werden.
Weiterhin ist als Besonderheit zu erwähnen, dass die Reinwasserkammer mit Edelstahl ausgekleidet wurde. Diese Edelstahlauskleidung stellt eine langfristige Dichtigkeit der Trinkwasserkammer sicher. Die probeweise Inbetriebnahme der Anlage erfolgte am23.04.2002.
Nach erfolgreichem Abschluss des Probelaufes konnte am 13.06.2002 das aufbereitete Trinkwasser in das Versorgungsleitungsnetz eingespeist werden.
Da die Versorgung der Gemeinde Weingarten mit "gutemTrinkwasser" einer besonderen Dringlichkeit unterlag, wurde das "Neue Wasserwerk" in einer Bauzeit von nur ca. 19 Monaten fertiggestellt.










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